Auch in 2015: Tipps zum Umgang mit den Nachbarn

Auch in diesem Jahr bringt der der Kölner Stadtanzeiger in seiner Online-Ausgabe (13.05.2015) eine kurze Übersicht über aktuelle Urteile im Zusammenhang mit Belästigung durch Grillen (und Lärm) in der Nachbarschaft.

http://www.ksta.de/recht/laerm–grillen–pflanzen-so-gibt-s-keinen-aerger-mit-den-nachbarn,21117296,27859990.html

 

Prinzipiell hat sich an der rechtlichen Situation für Grillfreunde und die, die sich dadurch gestört fühlen, noch nichts geändert. Es gibt weiterhin keine grundsätzliche Klärung zu dem, was erlaubt ist und was nicht. In allen Fällen handelt es sich um individuelle Urteile, die sich meist aus Prüfung und Abwägung der jeweiligen Situation der Kontrahenten ergeben.

 

Mein Q200 muss gehen

Ich bin so traurig. Heute haben meine Frau und ich beschlossen, dass unser treuer Q200 gehen muss. Wir vermissen die Möglichkeit, mit indirekter Hitze zu grillen, und insbesondere ich möchte unbedingt endlich einmal ein Beer-Can-Chicken selber auf den Grill schmeissen.

Dummerweise haben wir uns vor der Entscheidung zum Q200 keine Gedanken über diese beiden Dinge gemacht. Der Grill ist zwer an und für sich super, aber ich hätte doch besser die 100 EUR mehr investiert, um den zusätzlichen Brenner und den höheren Deckel zu bekommen.

Der alte Q200 ging aber heute in gute Hände über. Ich habe mich im Web über den Q300 schlau gemacht und – zumindest laut einigen Forenbeiträgen – soll das Beer-Can-Chicken damit möglich sein. Der wird jetzt bestellt. Hoffentlich kommt er schnell. Das Wetter wird ja gerade super :S

 

Trockenmarinade für Geflügel und Schwein

Ich hatte versprochen, das ein oder andere Rezept von meinem Grillkurs bei Willi Moll zu posten, nachdem ich es nachprobiert habe.

Bisher habe ich aber nur die Trockenmarinade „nachgebaut“ und diese auf diverse Schweine und Hühner gestrichen. Die Marinade ist sehr würzig und lecker und passt irgendwie immer. Sie ist ein guter Ersatz für die fiese Marinade der vormarinierten Stücke aus dem Supermarkt, wenn es einmal schnell gehen muss. Die Trockenmarinade hält sich luftdicht verschlossen (Tupper oder Marmeladenglas) lange frisch.

Folgende Zutaten braucht Ihr. Es ist alles in den Gewürzregalen der einschlägigen Supermärkte zu finden:

– 1 EL gelbe Senfsaat
– 1,5 EL Koriander, gemahlen
– 3 EL Paprika, edelsüß
– 2 EL Kreuzkümmel (Kumin), gemahlen
– 1 EL Ingwer, gemahlen
– 1 EL weißer Pfeffer, gemahlen
– 1 TL Cayennepfeffer, gemahlen
– 27 Gramm normales Salz, ca. 2 EL
– 1 TL Zimt, gemahlen

Die Senfsaat wird vorsichtig in einer Pfanne ohne Fett trocken geröstet, bis sie anfängt zu knistern. Das Knistern war bei mir mehr zu erahnen als zu hören. Also nicht verunsichern lassen, wenn kein Knistern zu hören ist. Sobald es verkokelt riecht, lieber weg damit und neu machen. Die fertig geröstete Senfsaat abkühlen lassen und fein mörsern.

Alle Gewürze und das Salz gut miteinander vermischen. Fertig.

Ein Tipp von mir noch zum Schluss: Mit dem Cayenne Pfeffer lieber ein bisschen experimentieren, als direkt zu Beginn zu viel davon zu benutzen. Ein Teelöffel war meiner Frau z.B. in der Gesamtmischung schon zu viel, so dass ich beim nächsten Mal weniger genommen habe. Aber da müsst Ihr Eure eigene Mischung finden. Wäre nur schade ums Fleisch, wenn es liegen bleibt, weil zu scharf 😉

Das Fleisch dann mit der Marinade bestreuen und mit den Fingern ein wenig festklopfen. Überschüssiges Pulver vom Fleisch streichen.    Die Marinade haftet gut und verbrennt auf dem Grill auch nicht so einfach.

Guten Appetit!

Grillen mit Willi (in Bergheim)

Gestern habe ich einen Grillkurs besucht, den mir meine Frau zum Hochzeitstag geschenkt hat.

Grillkurs? Wer braucht denn so was?

Hab ich auch zuerst gedacht. Da ich aber mit zwei guten Freunden dorthin gefahren bin habe ich gedacht: „Naja, so schlimm wird es wohl nicht werden. Grillen kann ich ja schon und Bier ist umsonst. Passt schon irgendwie…“.

Aber ich muss gestehen, ich bin absolut positiv überrascht worden. Mal abgesehen davon, dass ich dort mein erstes „Beer Butt Chicken“ gegrillt habe, habe ich leckere Rezepte für Marinaden erhalten und eine Menge über die optimalen Grilltemparaturen von Fisch und Fleisch und viel über die Unterschiede von Gas- und Holzkohlegrills gelernt. Da es ingesamt 10 Teilnehmer waren, wurde der Abend sehr lustig und auch kulinarisch ein Genuß.  Die Veranstaltung fand in Bergheim in den Örtlichkeiten des „der kleine baetz“ statt und wurde von Willi Moll geleitet.

Es wurden unter anderem folgende Leckereien gezaubert (alle auf dem Grill!!):

  • Zitronenhuhn (Huhn als Beer Butt Chicken) mit Zitronenscheiben zwischen Haut und Fleisch.. Seeehr lecker…
  • Flammkuchen (der Klassiker)
  • Lachs im Salatblatt
  • Lammkeule mit Steinpilzfüllung
  • Paprika mit Gemüsefüllung (leider mit Aubergine und Zucchini, was ich persönlich nicht so gerne mag)
  • Kartoffeln in der Salzkruste
  • Aprikosenauflauf (lecker!!!) mit Vanillesauce
  •  Irgendwas vom Schwein war auch noch dabei, aber daran kann ich mich gerade nicht mehr erinnern
Diesen Grillkurs kann ich allen (Männern sowie Frauen) nur empfehlen.
Der Kursleiter (Willi Moll) und sein Chef (Boris Burghardt) sind beide super nett und sorgen für eine bleibende schöne Erinnerung.
Ich werde in den nächsten Wochen versuchen, einmal das ein oder andere Rezept zu posten, nachdem ich es zuhause nachgegrillt habe. Habt Geduld mit mir oder geht selber hin 😉 Ich kann es nur empfehlen.
Für die, die Interesse haben:

 

Holzkohlegrill von Aldi Süd

Mein Highlight in diesem Sommer war ein Grillfest in unserem Hinterhof.

Zum Einsatz kam ein holzkohlebetriebener Grill von Aldi Süd. Gekauft allerdings schon zu Beginn der Saison. Er wird vermutlich nirgendwo mehr zu bekommen sein. Aber vielleicht gibt es eine Neuauflage im nächsten Jahr. Der Grill ist sehr stabil und recht robust. Ein bisschen dünn sind die Bleche schon, wirken aber im Gesamtkonstrukt dennoch nicht „billig“. Ich gehe davon aus, dass ich noch ein paar Jahre damit Freude haben werde. Benutzt wurden „Ketts“, also eiförmig gepresste Kohle, die sehr gut anging, gekauft übrigens in einem Rewe Markt. Anfangs war die Glut etwas in der Mitte konzentriert (siehe Bild), aber nach ca. 30 Minuten war alles gut durchgezogen.

Als Grillgut kamen Rumpsteaks und Lampchops drauf. Köstlich!

Hoffen wir, dass Aldi dieses 80-Euro-Schnäppchen wieder auflegt.

Holzkohlegrill von Aldi Süd

Holzkohlegrill von Aldi Süd

Ist sommerliches Grillen eine Belästigung?

Sofern man die eigenen Nachbarn nicht in einem erheblichen Maße belästigt, so ist das sommerliche Grillen im Garten oder auf dem Balkon laut LG München I (Az. 15 S 22735/03) durchaus zulässig. Fühlen sich die Nachbarn durch das Grillen in einem wesentlichen Maße beeinträchtigt bzw. gestört, so haben sie eben dieses erhebliche Maß genau nachzuweisen.  Die persönliche subjektive Empfindung des gestörten reicht nicht aus.

Die Klage wurde von zwei Miteigentürmern eines Wohnobjekts mit Garten geführt. Sie fühlten sich durch die Grillsessions des Nachbarn erheblich gestört. Der Beklagte hatte angeblich innerhalb von vier Monaten 16 mal gegrillt. Die klagenden Miteigentümer fühlten sich in einem erheblichen Maße gestört. Dieses subjektive Empfinden konnten sie jedoch vor Gericht nicht glaubhaft nachweisen, sodass ihre Klage abgewiesen wurde.

D.h. nach oben stehendem Urteil kann das Grillen auf dem Balkon oder im Garten nur dann untersagt werden, wenn im konkreten Einzelfall eine erhebliche Belästigung durch den sich gestört fühlenden nachgewiesen werden kann.

Der heisseste Tag!

Heute war laut Meteorologen der heißeste Tag in Deutschland.

 TOPP Wetter in der ganzen Republik. Wie gut, dass ich mir heute frei nehmen konnte und den Tag mit meinen Freunden auf dem Balkon verbringen durfte. Kai hat extra für den Tag seinen neuen „Aussie Walkabout“ eingeweiht. Diesen hatte er vor ein paar Tagen im Bauhaus für knappe 80 Euro gekauft. Befeuert wurde das Teil mit normaler Holzkohle – ebenfalls aus dem Baumarkt. Die Glut wurde damit richtig ebenmäßig erreicht. Bei uns war es jedenfalls ein perfekter Grillnachmittag.

Aussie Walkabout

Aussie Walkabout

Aussie Walkabout

Aussie Walkabout mit geöffnetem Deckel

Der Grill ist auf jeden Fall sehr zu empfehlen. Wie man auf den Bildern ganz gut erkennen kann, hat dieser einen Deckel, der den Grill komplett abdeckt und die Hitze sehr gut einschließt. Der Grill zieht gut, hat eine leicht entnehmbare Aschepfanne, Belüftungslöcher (durch die es leider auch ständig ein wenig qualmt) und einen Wagen mit 2 Rollen, mit dem man den Grill bequem durch die Gegend schieben kann. Als besonderes Schmankerl kann man den Grill komplett zusammenklappen und an die Wand hängen. Davon hab ich leider kein Bild machen können  (Grill war noch zu heiß), aber vielleicht kann ich das noch nachtragen…

Fazit: Aussie Walkabout: empfehlenswert! Holzkohle: super! Grillen bei 35 Grad mit Bier und Freunden: unübertroffen!

In dem Sinne, macht es gut!

Gefüllte Champignons

Hallo miteinander,

mal noch ein Rezept für die Vegetarier unter uns (oder als Beilage). Folgende Zutaten werden für 4 Personen benötigt:

12 – 15 große Champignons (ich bevorzuge die braunen)
Kräuterfrischkäse
Zwiebeln
Knoblauch
Gratin-Käse / Cheddar-Käse
Salz

Als erstes höhlt ihr die Pilze aus. Die erhaltenen Stile sowie die Zwiebel klein hacken und in einer Pfanne anbraten. Nun noch etwas kleingehackter Knoblauch dazu (der braucht nicht so lang wie die Zwiebeln, sonst wird er bitter). Jetzt alles raus aus der Pfanne und mit dem Frischkäse vermengen. Das Salz an der Stelle nicht vergessen. Gebt ruhig etwas mehr Salz hinzu, denn die Pilze werden davon einiges aufsaugen.

Jetzt füllt ihr die Pilze mit der Frischkäsemasse. Ihr könnt noch Gratin- bzw. Cheddar-Käse drüber streuen. Ohne geht es aber auch. Nun alles auf den Grill. Am Besten werden die Champignons, wenn sie indirekt gegrillt werden. Dies dauert ca. 30 Minuten bis sie fertig sind.

Ich wünsche euch einen guten Appetit.
Lieben Gruß
Sandra

Cajun-Marinade

Hallöle,
auf der Suche nach einem neuen Rezept bin ich in den weiten des Internets auf folgendes Rezept gestoßen. Dieses will ich euch natürlich nicht vorenthalten. 😉 Ihr braucht folgende Zutaten:

3 EL kleingehackte Zwiebeln
2 EL Essig
2 EL kleingehackte grüne Chillischote (soll ja wie immer schön scharf werden :D)
5 EL Öl
3 EL kleingehackter Stangensellerie
jeweils 1 Prise Cayenne-Pfeffer
weißer Pfeffer
schwarzer Pfeffer
1 Prise Thymian
2 Knoblauchzehen, durchgepresst
1 Prise Oregano
1 Prise Basilikum
Knoblauchpulver

Einfach alle Zutaten miteinander verrühren. Auch hier das Fleisch ca. eine Stunde, bevor es auf den Grill gelegt wird, mit der Marinade einreiben.
Hatte es bis jetzt mit Hühnchen- und Schweinefleisch probiert. Beides hat sehr lecker geschmeckt.